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Zur Wertschöpfungskette einer Flasche Supermarktweins


Was wohl in einer Flasche Wein um 2,99 Euro aus dem Supermarkt so drin sein mag? Wenn man bedenkt, dass Flasche, Etikett, Kapsel, Kork und Karton gekauft werden müssen und diverse Margen anfallen. In der Wochenzeitung Die Zeit hat man nun recherchiert.

Bloß 3 % des Verkaufs-Preises bleiben dem Weingut, also 0,9 Euro. Das sind 0,9 Euro für den Weingarten, die Weingartenarbeit, die Lese, das Füllen und die oben genannten Details am Rande. Wie soll das denn gehen? Wie können von solchen Handelspreisen auch noch - faire? - Löhne gezahlt werden?

Konkret geht es um Supermarktwein aus Südafrika in Deutschland. Leidtragende sind die Weingartenteams, sehr oft Arbeiterinnen, die für Billiglöhne und ohne jegliche Absicherung arbeiten und - weil so billig produziert wird - giftigen Pestiziden, Herbiziden und Düngern ausgesetzt sind.

Wir hier in Mitteleuropa haben immerhin Mindestlöhne und strenge Kontrollen, was die Spritzungen angeht. Wenn Wein aber um ein paar zerquetschte Euros im Supermarkt steht, kann nicht viel Gutes drin sein. Und was für Wein gilt, gilt selbstverständlich für alle Lebensmittel.

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Hier geht's zum Originalartikel in der Zeit: »Warum ist dieser Wein so billig«
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Quelle: Deutsches Weininstitut, Oxfam/Ricarda Stienhans, Stand 2016
© ZEIT Grafik: Doreen Borsutzki