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Neuer globaler Bericht für das Wasserverständnis der Weinbranche


Mitteleuropa leidet unter Wasserknappheit. In Österreich sind aufgrund des aktuellen Regenmangels die Ernten gefährdet. Bei Getreide, Mais und Sojabohnen droht ein Totalausfall, da die Samen nicht keimen können. Trockenheit ist auch im Weinbau ein zentrales Thema, lässt sich jedoch über Reberziehung, Bodenbearbeitung und Laubarbeit in gewissem Maß steuern. Auch im Keller bestehen Möglichkeiten, den Wasserverbrauch zu reduzieren.

Das Porto Protocol hat dazu nun einen 200-seitigen Bericht veröffentlicht.

Mai 2026
Gratisdownload des Berichts: Saving Every Drop in Wine
Gerade jetzt im Frühling ist die Natur und mit ihr die Landwirtschaft besonders auf Regen angewiesen. Die Samen keimen, die Pflanzen treiben aus und benötigen in dieser Phase viele Nährstoffe und Wasser. In dieser Zeit wird der Grundstock für unsere Nahrungsmittelversorgung gelegt.

Auch die Rebstöcke sind in dieser Phase besonders sensibel. Zwar können sie durch ihre tiefen Wurzeln auf Wasserreserven im Boden zugreifen, doch auch diese müssen regelmäßig gespeist werden. Bleibt der Regen aus, wird es schwierig für die Reben, die über viele Jahre im Weingarten stehen sollen. Daher, und weil die Wasserversorgung generell unberechenbar geworden ist, nun dieser Bericht des Porto Protocol, einem weltweiten Netzwerk mit dem Ziel, den Klimaschutz in der Weinwelt zu beschleunigen.

Ende April veröffentlichte das Porto Protocol den Bericht „Saving Every Drop in Wine“: über 200 Seiten mit globalen Einblicken und Lösungsansätzen aus der eigenen Community: Winzer:innen und Wissenschafter:innen. Im Kern geht es darum, den Umgang der Weinbranche mit der Ressource Wasser neu zu justieren: im Weingarten, im Keller und entlang der Lieferketten.

Der Bericht liefert keine Patentlösung, sondern zeigt die Vielfalt regionaler Ansätze – verbunden durch ein gemeinsames Prinzip: mit natürlichen Systemen arbeiten, nicht gegen sie. Analysiert wird Wasser entlang vernetzter Ebenen, von globalen Kreisläufen über traditionelle Praktiken bis hin zu Fragen der Bodenfunktion und regenerativen Hydrologie im Weingarten und im Keller. Der Bericht ist kostenlos abrufbar: portoprotocol.com/wp-content/uploads/2026/04/saving-every-drop-2026-compressed.pdf

Beiträge anerkannter Fachleute. Der Bericht, der unter Mitwirkung führender Expertinnen und Experten wie Dr. Cornelis van Leeuwen, Dr. Hervé Quénol, Linda Johnson-Bell, Dr. Lucrezia Lamastra, Mimi Casteel und Nicolas Quillé MW entstanden ist, spiegelt eine Vielzahl an Perspektiven aus den unterschiedlichen Fachbereichen und Regionen wider. Projektverantwortliche ist die brasilianische Winzerin Jihany Brecci: „Die Weinbranche steht in Bezug auf Wasser an einem Scheideweg. Wissenschaftliche Erkenntnisse einerseits und praktischer Erfahrungen der Winzerinnen und Winzer andererseits sollen helfen, fundierte und langfristige Entscheidungen zu treffen.“

Und wir? Wir freuen uns über das schöne Wetter, gehen wandern und sitzen im Garten. Und ich, ich hoffe auf Regen.

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