Als Wirtstochter kam ich schon in frühester Kindheit mit Kulinarik und, zumindest theoretisch, mit guten Weinen in Kontakt. Das hat mich für mein Leben geprägt. Der Gasthof meiner Eltern lag in Grein im Strudengau an der Donau, und so hieß er auch: Gasthof Strudengau.
Meine Mutter war Küchenchefin und Autodidaktin. Sie brachte die großen Einflüsse vor allem der französischen Küche zu uns ins untere Mühlviertel. So standen damals neben der phantastischen klassischen Wirtshausküche immer wieder Gerichte wie Froschschenkel, Bouillabaisse, Beef Tatar und Boeuf Wellington auf dem Speiseplan. Ich wuchs also in einem kulinarischen Paradies auf. Dass Wein etwas Besonderes war, wusste ich schon von meinem Großvater, der uns oft mitnahm in die Wachau, um „Bouteillen“-Weine zu kaufen. Den Doppler gab's natürlich auch.